Die Maria-Magdalenen-Kirche

Die Kirche ist ein einschiffiger Hallenbau, dessen ursprüngliches Aussehen sich wegen späterer Umbauten nicht mehr genau erschließen lässt. Ende des 16. Jahrhunderts ließ Herzog Franz II. das Nord- und Südportal im Stil der niederländischen Renaissance erneuern und legte den Chorraum mit dem herzoglichen Begräbnis an. Um 1700 wurde das Tonnengewölbe eingebaut und ein hölzerner Kirchturm auf dem Stumpf eines älteren steinernen Turms errichtet. Dieser wurde 1901 durch einen neugotischen Turm ersetzt. 1827 ließ der damals amtierende Pastor Uthoff die Kirche im klassizistischen Stil umgestalten. (…) Die heutige Gestaltung des Innenraums geht auf die Sanierung in den Jahren 1952 bis 1959 zurück. Bei der letzten Sanierung 2002 bekam der Kirchenraum einen Anstrich in hellen Ocker- und Grautönen.

Trotz der vielen Veränderungen haben etliche Kunstgegenstände bis zum heutigen Tag überdauert. Herausragende Werke sind das Vergänglichkeitsbild (Mitte 15. Jahrhundert), das Triumphkreuz aus der Werkstatt von Bernd Notke in Lübeck (Mitte 15. Jahrhundert) und der doppelfigurige Marienleuchter, der auf der einen Seite Maria als Himmelskönigin und auf der anderen Seite die Gruppe Anna Selbdritt zeigt. Weitere bemerkenswerte Ausstattungsstücke sind das bronzene Taufbecken (1466), ein weiterer gotischer Marienleuchter (Mitte 15. Jahrhundert, 1629 umgearbeitet), und das Alabasterepitaph von Peter Weltzin (1590). Es wird dem Lübecker Bildhauer Robert Coppens zugeschrieben, der auch das herzogliche Grabmonument geschaffen hat, von dem in der Kirche noch das kniende Herzogspaar, die Figuren der vier Evangelisten und einige Wappentafeln erhalten sind. Der Orgelprospekt stammt aus dem Jahr 1627.

Dieser Text beruht auf dem Bildband  „Salz der Erde – Licht der Welt – Evangelisch-Lutherische Kirche zwischen Trave und Elbe“ mit Texten von Dr. Claudia Tanck und Fotografien von Manfred Maronde. Das Buch ist 2016 im Hinstorff-Verlag in Rostock erschienen und kann zum Preis von € 29,99 in den Kirchenkreisverwaltungen in Lübeck und Ratzeburg sowie im örtlichen Buchhandel bezogen werden.

  • Baujahr: 1598 (1227 erste Gründung)
    Sitzplätze: 300

    Instrumente:
    Kemper-Orgel (3 Manuale + Pedal / 32 Register)
    Orgelprospekt aus dem Jahr 1625
    Konzert-Flügel

    Regelmäßige Gottesdienste:
    jeden Sonntag, 11.00 Uhr
     

  • Straße: Kirchplatz 2
    Parkplätze: Borkeplatz / Lösch- und Ladeplatz
    umliegende Parkplätze sind begrenzt.

     

  • Küster: Herr Martin Lietz

    Zuständiges Pastorat: Lauenburg Mitte, Alte Wache 13
    Lauenburg Ost, Hohler Weg 2
    Lauenburg West, Dresdener Str. 17

    Kirchenbüro, Dresdener Straße 15

    Kirchenmusikerin: Kantorin Katja Bauke

  • Taufkirche: (X) Ja / (  ) Nein
    Hochzeitskirche: (X) Ja / (  ) Nein
    Beerdigungskirche: (X) Ja / (  ) Nein
    Konzertkirche: (X) Ja / (  ) Nein

  • Triumpfkreuz über dem Altar
    Fürstliche Gruft im Altarraum
    gotischer Taufkessel von 1466
    Marienleuchter

Grundriss und Bestuhlung Kirchenschiff
Kleine Bestuhlungsoption im Altarraum